Wasser

Wasser ist Leben

Fotolia_454191_MAlles Leben hat seinen Ursprung im Ozean – keine uns bekannte Lebensform könnte ohne Wasser existieren. Unser Körper besteht sogar zu zwei Dritteln aus Flüssigkeit, deshalb ist Wasser auch unser wichtigstes Lebensmittel. Ohne Nahrung könnten wir etwa einen Monat überleben, ohne Wasser aber nur sehr wenige Tage. Ausreichende Wasservorkommen entscheiden darüber, ob Landstriche zu lebensfeindlichen Wüsten oder fruchtbaren Feldern werden. Nichts auf diesem Planeten ist so reichlich vorhanden wie Wasser – aber nichts gleichzeitig so unentbehrlich.

Wasser sichert nicht nur unser Überleben, es macht unser Leben angenehmer: Können Sie sich einen Tag ohne eine erfrischende Dusche, ein Glas kaltes Wasser, eine belebende Tasse Kaffee oder ohne Wasserspülung vorstellen? Gewerbe, Industrie und Kraftwerke – nichts würde laufen
ohne Wasser. Wasser in Flüssen oder Kanälen dient uns als Transportmittel, Wasser löscht Brände, Wasser dient uns an Seen und im Meer zur Erholung. Wellness und Wasser – einfach untrennbar verbunden.

Wofür wird Trinkwasser gebraucht?

Im letzten Jahrzehnt hat sich der personenbezogene Wasserverbrauch um 12 % verringert. Der durchschnittliche Wasserverbrauch der Bevölkerung beträgt jetzt 128 Liter pro Einwohner und Tag. Der Rückgang des Wasserverbrauchs ist seit 1990 bundesweit auf ein verändertes Verbraucherverhalten zurückzuführen: im Haushaltsbereich durch Einsatz moderner Technik in Form von wassersparenden Haushaltsgeräten und Armaturen, in der Industrie durch Mehrfachnutzung und Wasserrecycling bei den Produktionsprozessen.

Wo kommt das Willicher Wasser her?

Die Einzugsgebiete des Wasserwerks Willich umfassen eine Fläche von 41,1 km2. Die Grundwässer der Werke Fellerhöfe, Anrath, Osterath und St. Tönis werden zentral in der Aufbereitungsanlage Fellerhöfe zusammengeführt. In chemischer und hygienischer Hinsicht ist die Qualität unserer Grundwasservorkommen gut.

Die Grundwasserströme bei uns sind regional begrenzt, das heißt, im Kreis Viersen ist es z. B. unmöglich, einen Grundwasserstrom aus der Eifel oder dem Bergischen Land „anzuzapfen“. Sämtliches hier geförderte Wasser ist auch hier als Niederschlag gefallen.

Gewässerschutz ist lebenswichtig

Schutzzone I:
Diese Zone umfasst den Nahbereich des Brunnens und muss stets eingefriedet sein; hier muss jegliche Nutzung unterbleiben. Verboten ist alles, was nicht der Wasserversorgung dient.
Schutzzone II:
Die engere Schutzzone hat eine Ausdehnung bis zu 200 m und umschließt die sogenannte „50-Tage-Linie“. Diesen Zeitraum benötigt das Wasser auf seinem Weg durch die Erdschichten, bis die bakteriologische Reinheit erreicht ist.
Schutzzone III:
Sie ist eingeteilt in die Zonen A und B und umfasst das übrige Einzugsgebiet der Förderbrunnen bis zum Ende des ausgewiesenen Schutzgebietes. Auch hier gibt es Beschränkungen und Verbote hinsichtlich der Nutzung.

Wie schnell fließt unser Wasser?

SchlussHier sind nicht Geschwindigkeit und Menge gemeint, die beim Duschen auf den Kopf prasseln, es geht vielmehr um die Fließgeschwindigkeit „unter Tage“. Die „50-Tage-Linie“ ergibt sich aus der Fließgeschwindigkeit des Grundwassers. In Abhängigkeit von der Bodenart und den Grundwasserständen beträgt sie bei uns ca. 200 m pro Jahr, d. h., wenn in einem Umkreis von 5 km vom Brunnen Schadstoffe ins Grundwasser gelangen, so dauert es ca. 25 Jahre, bis dieses Wasser in unserem Brunnen auftaucht. An Grundwassermessstellen werden ständig Proben entnommen und die Rohwasserqualitäten untersucht.

Vollkommen klar: unser Trinkwasser

Trinkwasser soll klar, frisch, wohlschmeckend und selbstverständlich gesundheitlich unbedenklich aus dem Wasserhahn fließen. Weil Wasser ein unverzichtbares, aber auch ein sensibles Lebensmittel ist, wird auf dem langen Weg von der Förderung bis zu Ihrem Wasserhahn nichts dem Zufall überlassen. Damit das auch bundesweit gewährleistet ist, gilt für ganz Deutschland ein feinmaschiges System von Gesetzen, Verordnungen, Zuständigkeiten und Kontrollen. Die Qualität unseres Trinkwassers sichern strenge Vorschriften, die in der Trinkwasserverordnung zusammengefasst sind. Die erste bundesweite Trinkwasserverordnung wurde übrigens 1975 erlassen. Seit 1. 1. 2003 gilt eine neue Trinkwasserverordnung. Immer feiner greift die Steuerung, immer vorsichtiger wird mit Wasser umgegangen. So darf z. B. Regenwasser nur noch zur Bewässerung des Gartens oder für die Toilettenspülung verwendet werden.

Die Trinkwasserverordnung ist sozusagen das „Grundgesetz“ für unser Trinkwasser. Sie gibt vor, welche Stoffe in welchen Konzentrationen im Trinkwasser enthalten sein dürfen,
was zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt werden darf und wie die Kontrolle der Trinkwasserqualität zu erfolgen hat. Dort sind genaue Parameter- / Grenzwerte uTrinkwassernd die unterschiedlichsten Kontrollen und Kontrollverfahren festgelegt. Dieses ausführliche Kontroll- und Überwachungssystem garantiert das hohe Niveau der Trinkwasserversorgung in Deutschland. Die vorgeschriebenen Überprüfungen der wassertechnischen Anlagen nach der Trinkwasserverordnung erfolgen durch die Amtsärzte des Kreises Viersen und Neuss sowie durch die zuständigen Wasserbehörden. Diese Untersuchungen garantieren Ihnen – als eine von vielen Maßnahmen – die stets einwandfreie Qualität des abgegebenen Trinkwassers sowie den ordnungsgemäßen Betrieb und einwandfreien Zustand des Wasserwerks.

Im betriebseigenen Labor werden von uns jährlich Tausende chemischphysikalische und bakteriologische Untersuchungen aus den Aufbereitungsanlagen und vom Verteilernetz vorgenommen. Ergänzend und begleitend werden Beprobungen von unabhängigen akkreditierten Laboren durchgeführt.